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Das Knallen der Tür wurde kaum vernommen, die Geräuschkusille des Pubs übertönte alles. Während der ruhigen Zeit gab es stets wenig zu tun, deswegen waren die Kneipen ständig überfüllt, zumal die Stadt während des Nordost-Viertels an Vandaris geschlossen war und Metropolisten anzog, die das Flair eines Nomadenlokals kosten wollten, solang sie die Gelegenheit hatten. Man hatte sich nicht die Mühe gemacht, ein Fenster zu öffnen. Die stickige Luft war ohnehin zu zäh, als dass sie sich aus dem Pub vertreiben ließ und war schneller verbraucht, als neue hineinkommen konnte, zumindest hatte Katherine dieses Gefühl, während ihre Augen hinter ihren Brillengläsern langsam wieder sichtbar wurden; die Selbsttönenden Gläser passten sich den Lichtverhältnissen an. Die Dunkelblauen Augen dahinter wanderten kurz durch den Raum, suchten nach einem Weg durch die Masse, dann den Blick nach unten, um den Zweiten zu erhaschen, der den Raum betreten hatte und wesentlich unbeeindruckter vom Gestank war als Katherine, unter seinem betagten Bart hindurch ein Grinsen zu erkennen gab. Er war kleiner als die meisten hier, und zwar wesentlich kleiner. Die Masse jedoch war im Grunde die Selbe, sie war nur anders verteilt: Anstatt in die Höhe wuchs er in die Breite und das, was noch an Wachstum fehlte, wurde durch den Bart kompensiert. Seine Stimme war rauh und Kratzig und hatte eine gewisse Grundlautstärke, die er wohl niemals zu unterschreiten imstande war. "Also, wie regeln wir das? Soll ich uns einen Weg bahnen?" "Du weißt nicht einmal, wohin, du Dummkopf", entgegnete Katherine und legte einen ungeduldigen Gesichtsausdruck auf. Ihre Brille, deren Gläser nur von einem sehr leichten, dünnen Gestell gehalten wurden, und über die sie hinwegblickte, dramatisierten den Blick noch mehr. Der Zwerg ließ sich nicht davon beeindrucken und erwiderte ihn mit einem Erweitern seines Grinsens. "Wir sind in einer Bar, wohin soll´s schon gehen in einer Bar, außer zur-" "Erstens: Du bist zu klein, um zu sehen, wo die Theke überhaupt ist. Zweitens: Wir wollen nicht zur Theke, sondern zu Roy." "Erstens: Ich war schon etwa 40 Mal hier und weiß wo die Theke ist und Zweitens: Wo zur Mutter aller Hujeks glaubst du könnte Roy bitte sein?!" Es war klar, dass Gregor nicht auf die Sache mit der Größe eingehen würde, zumindest nicht direkt. Das hasste Katherine an ihm: Es war so verdammt schwierig, ihn kleinzukriegen. Rufus war da anders, aber der hier war einfach nur eine harte Nuss. Und er war verboten klein. Sie strich sich die etwas über schulterlangen, blonden Haare zurecht und grinste nun ihrerseits. "Wenn du mich auf deine Schultern nimmst, kann ich die Menge überblicken und ihn ausfindig machen." "In Ordnung, steig auf", entgegnete Gregor knapp, machte einen Schritt in den Raum und bot Katherine seinen Rücken dar. Diese hob eine Augenbraue. "Wie bitte?!" "Ich sagte, steig auf meine Schultern, ich trag dich!" "Das hättest du wohl gern!" "Wie oft bietet eine Frau denn jemandem so bereitwillig die Gelegenheit, sie auf ihm reiten zu lassen?" "Treib es nicht zu weit, du kleiner-" "Dann pass gefälligst auf mit diesen kontroversen Vorschlägen, die eh nur dazu dienen, mir eins überzubraten!" Kurz schwieg Katherine, funkelte Gregor zornig an, legte ihre linke Hand an die Seite, dort, wo sich der Gürtel ihrer strahlend weißen Jeans befand, an den ihr alter Revolver geschnallt war. Dann überlegte sie es sich anders, stapfte an dem Zwerg vorbei und schickte sich an, sich durch den Raum zu kämpfen, schlängelte sich wütende, allesamt nicht so gemeinte Entschuldigungen gebend durch die Menge an verschiedensten Gästen, allesamt in sämtlichen vorstellbaren Zuständen der Alkoholisation. Grinsend sah Gregor der Frau nach und setzte sich dann ebenfalls in Bewegung. Sie kannten sich jetzt gut einen Tag lang und seitdem lagen sie sich ständig in den Haaren. Dieser kleine Zwerg war unerträglich, musste immer das letzte Wort haben. Zwerge waren hartnäckig, zäh, stur wie ein Panzer, dickköpfig wie.. Zwerge eben. Aber er hatte was zu tun - und wusste etwas über Grom. Zwei Dinge, die es wert waren, zumindest nicht allzu feindselig und nachtragend ihm gegenüber zu sein - Idiot hin oder her. An der Theke angekommen tat sie, nachdem Gregor überraschend schnell zu ihr aufgeschlossen hatte, so, als wäre nichts geschehen. Nunja, egal wie Sauer man auf ihn war, man konnte nicht anders, als über ihn zu lachen, wenn er, winkend und gerade so über die Kante der Theke zu lugen imstande, beim barkeeper auf sich aufmerksam zu machen versuchte. Natürlich nahm Katherine ihm mit einem Grinsen im Gesicht die Aufgabe des Bestellens nicht ab, denn Gregor verstand sich mit dem Barmann wesentlich besser als sie - um nicht zu sagen, sie hätte immer noch Angst vor ihm, was natürlich hundertprozentig nicht der Fall war. "Hey, Karzz, hier unten!!" Jetzt konnte sie nicht anders, als loszuprusten, sich nach einem kurzen lachanfall jedoch schnell wieder zu fangen. Es war mit Gregor so eine Sache: Er akzeptierte oder es wirkte zumindest nicht, wenn man Witze über seine Größe machte, aber er selbst tat es sehr oft. Karzz, der Keeper - Ein Naga, wie sie oft in Bars arbeiteten - stützte sich mit seinen bläulich geschuppten, schwimmhäutigen Händen auf die Theke und beugte sich leicht hervor, fixierte Gregor mit seinem scharfen Blick, für den er nichts konnte und zischelte leicht mit seiner gespaltenen Zunge. Die Sprachfehler der Nagas kamen nicht von Ungefähr: Mit solch einem Körperbau - Er hatte den Kopf einer Schlange - konnte man die Menschliche Sprache so gut beherrschen wie es auch nur ging; Es fiel schwer sie zu sprechen. Katherine machte einen leichten Schritt zur Seite, soweit, wie es nur ging, ohne ihren Nebenmann anzustoßen, der gerade ein Glas Schnaps in einem Zug leerte und das Glas anschließend auf den Tisch knallte. "Sssschönen Tag, Gregor. Ein Bier wie immer?", begrüßte er ihn mit hoher und kalter, ebenfalls abstammungsbedingter Stimme und Gregor lächelte, antwortete mit freundschaftlicher Stimme, den Kopf in den Nacken gelegt. "Nein, dieses Mal Zwei davon, wenn´s recht ist." "Aah, ich sssseh schon, Kathie issst auch hier. Allesss Klar, Ssüße?" "Hallo Karzz", entgegnete sie knapp und mit leicht bangem Blick. Ihr gefiel sein Gesicht ganz einfach nicht, diese kalten Augen. Sie hatte im Grunde nichts gegen ihn. Aber so richtig gewöhnt hatte sie sich immer noch nicht an ihn, auch nach den vier Himmeln nicht, die sie ihn jetzt schon kannte. Dass er sie "Süße" nannte, überging sie. Das tat er auch bereits seit vier Himmeln. "Wie gehts dir heute?" "Frisssche Luft ist Mangelware", zischelte Karzz, stand wieder auf und griff unter die Theke, um zwei Bierkrüge hinauszuholen und sie unter die Zapfanlage zu stellen, dann zwei weitere bereitzustellen. Die ersten beiden Krüge füllten sich restlos mit Schaum; Der Schlangenmensch stellte sie beiseite und begann, in einer langsamen Prozedur den Ersten zu füllen. "Und ich habe das Bedürfnisss zu sschwitzen, was mir als Sssschlange zu denken gibt. Und wie sssiehts bei Euch ausss?", fügte er hinzu und zog sein Tuch aus dem blauen Jackett, dass er über einem weißen Hemd trug. Ein ungewöhnlicher Anblick, eine Geschuppte, mannshohe Schlange mit einem Anzug zu sehen, aber auf eine merkwürdige Weise stand er ihm. Der Erste Krug musste stehen, den überschüssigen Schaum abstehen lassen, ehe er weiter gefüllt werden konnte, also nahm sich der Keeper des zweiten Kruges an. "Hab kein Auge zugedrückt", begann Gregor zu erzählen, sobald er sich unbeholfen auf den glücklicherweise freien Barhocker bei ihnen gehievt und Katherine somit weiteren Stoff zum Kichern gegeben hatte. Der Zwerg ignorierte dies jedoch gekonnt. "Dieser Hujek ist vielleicht ein Mistvieh! Hat den Drachen so dermaßen zur Weißglut getrieben, wir dachten es ist aus." "Tssss, ein ziemlich dreistes Exemplar wohl, dasss", warf Karzz ein, während er weiteres Bier an der Innenseite des Kruges hineinlaufen ließ. "Das kannst du lauter sagen als er schreien kann. Und er hat absolut kein Hirn. Frisst, frisst, frisst. Is gemütlich in Kathrinas Höhle spatziert und hat sich an ihren Hort rangemacht. Du glaubst garnicht, wie angepisst sie war, und das Scheißvieh hat´s auch noch unbeschaden überstanden! Ganzes Stück Arbeit, sie wieder ruhigzustellen." "Wenn der Drache sich nicht mehr beruhigt hätte..", fragte Katherine um etwas dazwischenzuwerfen, strich sich dabei eine blonde Strähne aus dem Gesicht. "Dann", antwortete Gregor, "Hätt ich sie übern Haufen schießen müssen. Mehr Schaden hätte ein Hujek nicht anrichten können." Karzz stellte den Zweiten Krug wieder beiseite und griff wieder nach dem ersten, in dem der Schaum bereits weit genug abgestanden war, um ihn weiter zu füllen. "Wieviele Drachen gibt essss eigentlich noch? Ohne Euch Drachentreiber erfrieren sssie alle, oder?" "Gute Frage. 100, 150 vielleicht.. Ich kenne Acht, von denen ich weiß, dass sie noch leben. Die Viecher zu züchten is verdammt schwer, die drehn am Rad wenn sie balzen. Mussten schon 2 Paare erschießen weil sie alles in 10 Kilometern Umkreis des Nestes in Schutt und Asche gelegt haben.." "Hey Naga, nen ordentlichen Cocktail bitte", warf ein bärtiger, nach Alkohol stinkender Mann hinter Gregor ein und machte auf sich aufmerksam. "Und hau ordentlich Hujekmilch rein!" "Sssofort, wenn ich das Bier für Gregor hier fertig hab.. und dir mein Name wieder eingefallen ist", zischte Karzz zurück und Katherine hob die Augenbrauen, drehte sich fragend um. "Ha", entgegnete der Mann - er hatte langes, aber schütteres, dunkelbraunes Haar und einen ungepflegten, von irgendeiner Flüssigkeit verklebten Vollbart - und zeigte mit dem Finger auf Gregor, "Ist der überhaupt schon groß genug für ein Nagabier?" "Roy, er ist ein-" versuchte Katherine genervt einzuwerfen; Es handelte sich um die Person, die sie gesucht hatten, Roy, den sie noch über die neue Beschäftigung einweihen mussten, aber Gregor fiel ihr ins Wort. "Der hier ist groß genug für mehr, als du je trinken kannst, mein Freund." "HA!", lachte Roy auf, lehnte sich auf die Theke und sah dem Zwerg ins Gesicht - von Auge zu Auge, Bart zu Bart. "Dass ich nicht lache, du kleiner Gnom!" "Gregor, nimm ihn bloß nicht ernst, er ist-", versuchte Katherine erneut, dieses Mal jedoch von Roy unterbrochen. "Bei deiner jämmerlichen Größe kippst du vielleicht nach einem halben Bier um!" "Wetten wir?" "WAS? Du willst MICH unter den Tisch trinken?!" "Nen arroganten Mistkerl wie dich Sauf ich locker tot!" "NICHTS DA!", rief Katherine dazwischen und schob sich kräftig zwischen die beiden, wobei Gregors Barhocker fast umkippte und er sich gerade noch an der Kante festhalten konnte. Wenn sie eines nicht ausstehen konnte, dann war es, wenn man sie nicht ausreden ließ. Karzz zischte beeindruckt vor sich hin und ließ die leztn Tropfen Bier in den zweitn Krug fließen, stellte sie vor sich hin und lehnte sich etwas zurück, um das Schauspiel zu beobachten - Mit seinem Körperbau hatte er den Vorteil, sich überall ohne Stuhl hinsetzen zu können: Er rollte seinen Unterkörper ein und saß so auf Stuhlhöhe - ähnlich wie im Menschlichen Schneidersitz, nur besser. "Karzz, ich möchte, dass du ihm keinen Cocktail mehr machst und Gregor, denk daran dass du nüchtern bleiben musst!" Karzz nickte und sie wusste, dass er lachen würde, wenn er gekonnt hätte. "Oh, guten Tag, Kathy! Schön, dich zu sehen!", flötete Roy mit rauher Stimme - man konnte es als flöten bezeichnen, wenn man wollte. Der Sarkasmus in der Aussage blieb ihr natürlich nicht verborgen. "Aber findest du es nicht ein wenig unfair, mir einen vorzutrinken?" "Sicher", entgegnete Katherine trocken und griff demonstrativ nach ihrem Bierkrug, um sich einen Schluck daraus zu genehmigen. Roy seufzte, stieß kurz ein wenig auf und wandte sich dann Karzz zu, der immer noch die Arme verschränkt da saß. "Komm, Karzz, mach mir nen Cocktail." "Kathssserine hatss verboten", zischelte Karzz als Antwort und man konnte sein Vergnügen heraushören. "Ha, da sieht man mal, wie ach so groß dieser Mann doch ist", spottete Gregor und hob ebenfalls seinen Humpen an, "Braucht noch die Erlaubnis seiner Mutter, um Alkohol zu trinken und fechtet meine Leber an!" "Ich bin nicht seine Mutter!" "Sie ist nicht meine Mutter!" "Ssssssss." "Wie wär´s also, wenn Katherine uns einmal vorstellt, damit ich weiß, was du bist, und du, was ich bin", beendete Gregor mit einem Knallen des Kruges auf die Theke das Geplänkel. Das Bier schwappte ein wenig über und nässte das Holz der Theke. Katherine jedoch sah nicht ein, warum sie das übernehmen musste. "Ich habs versucht, aber Euch gings ums Saufen!" "Das regeln wir noch", brummte Gregor mit einem vielsagendem Blick zu Roy und bot ihm seine Rechte Hand an. Dieser packte sie überraschenderweise und grinste zurück. "Roy", stellte er sich vor und nickte. "Ich halte bei uns das Haus zusammen." Katherine schüttelte den Kopf und seufzte. Verstehe einer die Männer.. gerade eben die größten Rivalen und jetzt plötzlich Freunde.. "Gregor", antwortete der Zwerg, "Zwerg, falls du es doch vermutet haben solltest, und ich kümmere mich um den Drachen der für´s Erste bei euch wohnt." Roy klappte der Mundwinkel nach unten und er verharrte in seiner Position, immer noch die Hand Gregors gegriffen. "Den WAS?!" "Beruhige dich, Roy, deswegen sollst du ja auch so nüchtern bleiben, wie es nur geht", versuchte Katherine das Ganze zu entschärfen. Roy hingegen machte den Eindruck, als wäre er der nüchternste Mensch auf Alkaran. "Wir haben einen Drachen." "Nur bis zur nächsten ruhigen Zeit, und wenn wir den Hujek bald schlachten, dann kann so gut wie nichts mehr passieren, keine Sorge." Gregor nahm sich einen weiteren Schluck. "Wir haben einen Hujek", fasste Roy zusammen und starrte den Zwerg unentwegt und ernst an. "Ja", fuhr Gregor vorsichtig fort, "Aber wir sichern ihn in Zukunft so, dass es fast unmöglich ist, Schaden anzurichten - Und wir binden ihm das Maul zu." "Und hey, Roy! Das beste ist, er ist ein Alter Freund von Grom!" "Hujek: 3.000 bis 8.000 Gulden. Drache: 12.000 bis wasweißichnichwieviele Gulden. Wieviel kriegen wir davon ab?" "Ich hatte befürchtet, dass ihr etwas vom Gewinn haben wollt..." "Also ich hatte gedacht, die Infos über Grom reichen als Gegenleistung", warf Katherine ein, sah von Links nach Rechts, da sie ja schließlich in der Mitte saß. Roy hob eine Augenbraue,schwieg für einen Moment und blickte in Katherines Gesicht. "Hä?!", war das Einzige, was er dazu zu sagen hatte und Gregor prustete los, ging in ein vergnügtes Zwergenlachen über und klopfte ihm auf die schultern. "Ein Großer Zwerg bist du und kein Mensch, glaub ich langsam! Ich hab dich unterschätzt!" "Ssssss, dasss eliminiert doch fast alle Merkmale einesss Zwerges, oder? seine Grösssse?" "Ohne die wär er ein Waschechter Zwerg, da wär ich mir sicher", lachte Gregor und leerte den Rest sienes Kruges mit einem Zug, knallte ihn auf die Theke. "Ich weiß nicht ob ich das als Kompliment sehen soll", brummte Roy, Gregor winkte jedoch ab. "Belassen wir´s dabei. Wie wärs mit der Hälfte des Hujekfleisches und 5 Kilogramm Diamanten, zwar ziemlich abgenutzt, aber ordentlich Groß? Bezahlung osbald wir uns trennen?" Roy Keuchte. "F-fünf Kiloooh..!" "Er haut dich über die Ohren. Das Vieh hat über ne Tonne gelagert", kommentierte Katherine zynisch; Gregor winkte wieder ab. "Ne Tonne ists auch wieder nicht.. aber 5 Kilogramm sind angemessen, oder?" "Was ist mit Grom?", wollte Katherine mit gehobenen Augenbrauen wissen, natürlich misstrauisch über die... Großzügigkeit des Zwergen. "Ach, scheiß doch auf diesen Idioten", winkte Roy dieses Mal ab, was Katherine zu einem missbilligendem Blick und Tonfall veranlasste. "Zwei Himmel lange Arbeit und uns jetzt diese Chance durch die Lappen gehen lassen?! Es geht nicht nur um Geld, mein Lieber!" "Beruhige dich, Katherine", warf Gregor dazwischen, "Mit Infos zu handeln ist Betrug. Zwerge handeln nur mit Handfesten Dingen. Die Sache mit Grom hat nichts mit der Drachengeschichte zu tun." "Solang du uns damit hilfst, ist mir egal wie viel du noch abgeben willst", schloss Katherine und leerte ebenfalls ihren Krug. Roy knallte seine Faust auf den Tisch und stützte sich auf, im Begriff, aufzubrechen. "Ich will das Ding sehen, jetzt." "Dann Bezahl ich eben die Zwei Bier", antwortete Gregor und langte in seine Taschen. "Geht aufs Haussss", wehrte Karrz ab und stand wieder auf, um nach den Krügen zu greifen. "Das lass ich mir nicht zweimal sagen, Freund", lachte der Zwerg und landete wieder auf festem Boden, was Katherine zu einem weiteren Lachanfall bewegte, da jetzt wieder seine ausgesprochen geringe Größe auffiel. "Ja, lach nur", brummte er grimmig und winkte Karzz zum Gruß, ehe er sich anschickte, sich zum Ausgang durchzukämpfen. "Danke, Karzz, man sieht sich", verabschiedete auch Roy sich von dem Barkeeper und klopfte zweimal auf den Tisch. "Du hassst noch nicht bezahlt." "Wie bitte?" "Drei Bier, Zwei mal Hujekschhhnapsss und einen Grog, macht achtzzzzehn Gulden", rechnete der Schlangenmensch dem verdutzten Roy vor. "W-Was? Ich dachte das wär aufs Haus!" "Nicht schlecht", warf Gregor lachend ein, "Wohl doch ein härterer Gegner als erwartet!" "Für Kathhhy und Gregor, aber du würdest mich arm machen, also her mit dem Geld." "Warum mach ich das eigentlich mit", seufzte Roy missmutig, griff in die Taschen seiner Jacke und Klaubte einige Münzen heraus, zählte sie ab und warf sie Karzz auf den Tisch.
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